Kryptod (kryptod.com) blockiert Auszahlung von Geldern, Krypto-Betrug?

So oder ähnlich lauten die Werbeaussagen von betrügerischen Online-Brokern. Die Veröffentlichungen verweisen auf täuschend echt aussehende Berichte bekannter Zeitschriften, wie BILD oder Spiegel. Internetnutzer lesen Äußerungen von bekannten Persönlichkeiten. Bilder vervollständigen die Präsentation. Die Stars haben solche Veröffentlichungen nie autorisiert.

Erfolge und Guthaben manipuliert

Die Internetseiten von Kryptod (kryptod.com) wirken wie wirkliche Finanzhandelsplattformen. Investoren können sich für ein Handelskonto anmelden. Im Registrierungsprozess wird die Übermittlung eines Dokuments wie Führerschein oder Personalausweis gefordert. Teilweise soll eine Rechnung des Energieversorger zugesandt werden.

Auf dem Handelskonto sind alle Zahlungsbewegungen zu sehen. Kursentwicklungen und verschiedene Charts suggerieren eine professionelle Kapitalanlage.

Leider handelt es sich bei den Internetseiten von Kryptod (kryptod.com) um keine echte Tradingplattform. Die Darstellungen sind digital manipuliert und suggerieren den Anlegern tolle Gewinne.

Teilweise werden Investoren auch auf ihrem Kundenkonto Kredite oder andere angebliche Geldgeschenke präsentiert. Alle Maßnahmen dienen dazu, als vertrauenswürdiger Berater zu wirken.

Erst wenn Investoren eine Auszahlung fordern, wird der Betrug offensichtlich. Immer wieder behaupten die Täter Zahlungen, die aber nie ausgeführt. Plötzlich verlangt der Ansprechpartner oder die Ansprechpartnerin vorab eine Steuerzahlung oder einen Liquiditätsnachweis. Davon war aber zuvor nicht die Rede. Eine dazugehörige vertragliche Vereinbarung gibt es nicht.. Investierte Summengehen bei den Betrugsopfern nicht ein.

Broker hilft über TeamViewer oder AnyDesk

Ich beobachte, dass viele Investoren und Geldanleger technisch nicht sehr versiert sind.Die Betrüger wollen nicht einfach Zahlungen auf das eigene Konto übermittelt bekommen. Dies würde die Ermittlungen in einem Betrugsfall sehr einfach machen. Der jeweilige Kontoinhaber könnte identifiziert und Betrüger so gefasst werden.

Aus diesem Grund werden fast immer die Zahlungen über Kryptobörsen abgewickelt. Die Verfolgung von Kryptowährungen wie Bitcoin ist deutlich schwerer und erleichtert den Tätern ihr Handwerk. Für die Umwandlung von Euro oder anderen Währungen in Bitcoin, müssen Konten bei Kryptobörsen angelegt werden.

Wenn dies technisch zu herausfordernd sein sollte, bieten die Täter einfache Hilfe über TeamViewer oder AnyDesk an. Bei diesen beiden Programmen handelt es sich um sogenannte Fernzugriffssoftware. Die Täter sind dann auf ihrem PC oder auch Handy aktiv und führen von außen gesehen die Kontoeinrichtung in ihrem Namen durch. AnyDesk oder Teamviewer sind nicht ungefährlich.

Mithilfe solcher Fernzugriffssoftware können kriminelle Trojaner oder andere Schadsoftware auf einen PC, ein iPad oder ein Handy einschleusen. Mithilfe solcher Schadsoftware ist ein unberechtigter Zugriff auf das Online-Banking möglich.. Bei dem Einsatz von Teamviewer oder AnyDesk ist daher große Vorsicht geboten.

Es gibt keine schriftlichen Dokumente

Bei betrügerischen Brokern ist auffällig, dass nie ein vertragliches Dokument ausgetauscht wird. Wenn Sie bei Ihrer Hausbank ein Konto eröffnen wollen, müssen Sie diverse Dokumente unterzeichnen und bekommen seitenlange allgemeine Geschäftsbedingungen zu lesen. Bei den betrügerischen Brokern ist dies alles nicht gegeben. Die Einrichtung des Kundenkontos erscheint einfach, Unterschriften sind nicht notwendig. Einige betrügerische Broker fordern die Übermittlung einer Personalausweis-Kopie und eine aktuelle Rechnung. Mehr aber nicht.

Was auf den ersten Moment verblüffend einfach und angenehm aussieht, ist aber in der Praxis immer ein Indiz für ein betrügerisches Vorgehen.

Und noch ein Hinweis: Vielfach überprüfen Betroffene nicht genau, ob Ihnen beispielsweise die Adresse des Unternehmens bekannt ist. Vielfach wird diese auf der Internetseite des Brokers nicht angegeben. Auf der Webseite finden Sie nur einem E-Mail-Adresse oder vielleicht noch eine Telefonnummer. Sie können dann selbst schnell testen, ob dem Broker nicht vertraut werden sollte. Rufen Sie die angegebene Telefonnummer an. Zumeist ist unter dieser Rufnummer niemand erreichbar..

Handelnde Personen oder Namen von Geschäftsführern sind auf der Internetseite in Betrugsfällen ebenfalls nicht genannt. Die Betrüger wollen unerkannt bleiben.

Immer neue Kontaktaufnahmen

Betroffene berichten mir Immer wieder in Telefonaten, dass das Verhältnis zu dem Broker sich bei einer Rückzahlungsforderung deutlich negativ entwickelt. Die bisher freundlichen und zuvorkommenden Ansprechpartner sind plötzlich schlecht gelaunt.

Einige Geldanleger berichten auch von Beschimpfungen, wenn sie wiederholt eine Auszahlung verlangen. Bei den Tätern ist auch beliebt, dem Kunden neue Versprechungen zu machen. Die Täter übermitteln manipulierte Überweisungen, ohne dass letztendlich der Betrag bei den Betrugsopfern ankommt.

In fast allen Betrugsfällen schildern mir die Opfer eine Besonderheit. Aus dem Nichts melden sich neue Unternehmen, die Guthaben entdeckt haben wollen. Teilweise wird dies mit Bildschirm ausdrucken “nachgewiesen”.

Diese „Geld-Zurück“-Betrüger möchten dabei helfen, das verlorene Gelder zurückzuholen. Wiederholt wird auch die Zusammenarbeit mit Detekteien und offiziellen Stellen behauptet. Auch Anrufe von Finanzaufsichtsbehörden sind nicht ungewöhnlich.

Seien Sie kritisch und misstrauisch. Woher haben diese unbekannten Anrufer ihre Kontaktdaten? Mit diesen Anrufen soll erreicht werden, dass Sie eine weitere Einzahlung ausführen. Früher oder später wird in den Kontakten mit diesen neuen Unternehmen deutlich, dass wieder eine Zahlung zuerst zu leisten ist. Nach der Zahlung “wird”Garantieren” die Täter die Rückzahlung, so die Aussage der Gesprächspartner. Dies ist eine Lüge.

Diese neuen Kontaktversuche und Kontakte sind ein Trick. Auch diese Anrufer gehören zum Täterkreis.

Leider erlebe ich wiederholt, dass Opfer eines Anlagebetruges wieder Vertrauen fassen und Zahlungen leisten. Es ist dann weiteres Geld verloren.

Kostenfreie Ersteinschätzung zum Anlagebetrug

Viele betroffene Anleger erstatten Strafanzeige und suchen Hilfe bei der Polizei. Allerdings führt dies nicht automatisch dazu, dass Sie Ihr Geld zurückerhalten. Eine Strafanzeige dient der strafrechtlichen Verfolgung eines Anlagebetruges und im besten Fall der Bestrafung der Täter.

Ziel einer Strafanzeige ist allerdings nicht die Wiederbeschaffung des Geldes. Um erfolgreich Ihre investierten Gelder zurückzuführen, sind forensische Ermittlungen notwendig. Als Fachanwalt für IT-Recht nehme ich sowohl mit juristischen als auch mit technischen Mitteln die Verfolgung der Spur des Geldes auf.

Die Zahlungen, die in Krypto-Währungen geleistet worden sind, können auf der Blockchain verfolgt werden. Zwar schützt die Anonymität die Betrüger, auf der Blockchain ist die Anonymität aber nicht uneingeschränkt gegeben.

Nutzen Sie meine über 25-jährige Erfahrung als Rechtsanwalt, Ihre Ansprüche erfolgreich gegen die betrügerischen Broker durchzusetzen.

Kryptod zahlt nicht, was kann ich tun?

Sie sollten dokumentieren, wann Sie Auszahlung angefordert haben. Wenn vor einer Auszahlung eine weitere Einzahlung gefordert wird, sollten Sie sofort einen Anwalt einschalten.

Wie schnell muss ich gegen Kryptod handeln?

Ich empfehle Ihnen, möglichst sofort zu handeln. Geschädigte, die mehrere Wochen oder Monate warten, geben den Tätern eine Chance, alle Spuren zu verwischen.

Was kann ich gegen die Drohungen von Kryptod tun?

Die Täter drohen Betroffenen immer wieder mit angeblichen Strafverfolgungen wegen Geldwäsche oder Steuerzahlungen. Lassen Sie sich davon nicht beeindrucken! Am besten schalten Sie sofort einen Fachanwalt für IT-Recht mit langjähriger Erfahrung ein.

Schreibe einen Kommentar

Cookie Consent mit Real Cookie Banner